Rheingold-Tour

Wir haben lange auf den Sommer gewartet, um unsere „Rheingold“ Tour zu starten, aber Anfang August war es dann endlich soweit und wir sind eingetaucht in die sagenumwobene Landschaft von grünen Weinbergen und malerischen Burgen, haben jeden Abend mit einer Flasche Wein den Ausblick auf Fluß und Schiffe genossen und natürlich auch die eine oder andere Bekanntschaft zu anderen Freunden und Besitzern von alten Campern gemacht.

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Traumhaftes Panorama auf unserem Lieblings-Campingplatz am Rhein, direkt gegenüber der Loreley: Unser Ford Transit Mk1 Westfalia Wannsee, ein riesiger umgebauter Magirus-Deutz und ein VW T3 treffen hier rein zufällig aufeinander.
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Niederländischer Magirus-Deutz aus den 50er Jahren
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Auf einem kleinen Campingplatz in der Nähe von Colmar: Unser Ford Transit Westfalia und ein schöner Hanomag-Henschel aus den Niederlanden, welcher nicht nur zufällig große Ähnlichkeiten mit dem Mercedes T2 („Düsseldorfer Transporter“) hat.
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VW Bulli T2 aus den Niederlanden
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Ein anderer VW Bulli T2, diesmal aus England.
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Fiat 238 aus den Niederlanden
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Bedford CF Dormobile aus Malta
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Inzwischen bereits an der Mosel auf dem Weg nach Trier: Unser Ford Transit Westfalia und ein Mercedes T1 Weinsberg Orbis
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Frühstück direkt am Rhein in der Nähe von Rüdesheim

2000 km durch Italien im Transit Westfalia

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Campingplatz bei Lazise am Gardasee

Nachdem unser Transit mit frischem Service samt neuen Stirnrädern gut für die große Reise vorbereitet war, brachen wir Mitte Juni zunächst Richtung Gardasee auf. In Lazise fanden wir einen Stellplatz in der ersten Reihe direkt am Wasser mit wunderbarem Panoramablick über den See und auf die Burg und Stadtmauer des kleinen Ortes. Endlich hatten wir auch Gelegenheit, unseren bei Ebay kürzlich noch ersteigerten Vintage-Sonnenschirm das erste Mal zu testen, ein original 70er Jahre Schmuckstuck mit kräftig roten Blumen und natürlich den obligatorischen braunen Fransen am Rand.

Campingplatz in Fiesole bei Florenz
Campingplatz in Fiesole bei Florenz

Die Tour führte uns dann weiter nach Florenz, wo wir etwas oberhalb im kleinen Ort Fiesole einen schönen kleinen Campingplatz fanden. Von hier oben konnte man ganz Florenz überblicken und mit dem Bus in wenigen Minuten das Stadtzentrum von Florenz erreichen.

Campingplatz am Lago Trasimeno
Unser Ford Transit Mk1 Westfalia Wannsee auf einem Campingplatz am Lago Trasimeno

Nach einem Stop in Siena verließen wir die Toskana Richtung Adria. Auf dem Weg entdeckten wir den Lago Trasimeno, welcher bislang nicht auf unserem Radar lag, sich dafür aber als ein umso schöneres Urlaubsziel herausstellte. Unser Campingplatz in Passignano lag direkt am See und der kleine Ort begeisterte uns mit seiner malerischen Altstadt und einer Burg, von deren Turm sich der ganze See samt Campingplatz überblicken ließ.

Passignano am Lago Trasimeno
Passignano am Lago Trasimeno

An der Adria angekommen suchten wir uns im kleinen Ort Sirolo nahe Ancona einen Campingplatz am Hang mit Blick aufs Meer. Der Strand war problemlos über einen steilen Pfand mit vielen Stufen zu erreichen. Beide Buchten unterhalb des Campingplatzes sahen einladend aus, aber das Wasser im Juni ließ uns im Gegensatz zu den beiden zuvor besuchten Seen doch arg frösteln.

Blick auf die Adria bei Sirolo nahe Ancona
Blick auf die Adria bei Sirolo nahe Ancona und das Heck unseres Ford Transit Mk1 Westfalia
Die Kirche von Sirolo
Die Kirche von Sirolo

Von Ancona aus führte uns der Weg an der Adria entlang nach San Marino. Von dieser Stadt hatten wir uns etwas mehr versprochen. Uns war der Eindruck deutlich zu touristisch. Natürlich ist auch Florenz oder Siena voll von Touristen, aber in San Marino dominieren einfach zu sehr die Läden mit dem typischen Touristenkram, so dass der Charme der alten Gemäuer darunter leidet.

San Marino
San Marino

Den Abschluss unserer Italienreise bildete Verona. Hier gibt es oberhalb der Altstadt innerhalb der Mauern des Castels San Pietro einen netten kleinen Campingplatz. Nicht nur, dass man vom Castel einen traumhaften Blick über Verona genießen kann, der große Vorteil ist insbesondere, dass man von hier zu Fuß in wenigen Minuten in der Altstadt ist. Der Platz selbst ist sehr klein und eher für Wohnmobile und Zelte, weniger für Wohnwagen geeignet. Auch sind die sanitären Einrichtungen deutlich verbesserungsbedürftig, aber die geniale Lage entschädigt und so würden wir den Platz dennoch für Verona-Sightseeing absolut empfehlen.

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Welche Eindrücke blieben sonst noch hängen?

  • Im Schnitt verbrauchte der Transit mit seinem 1.7 Liter V4 genau 10,8 Liter Super auf 100 km und 0,4 Liter Öl auf 1000 km. Ich denke, das bewegt sich im akzeptablem Rahmen. Auf der Autostrada schwammen wir gemütlich mit 85 -90 km/h (Tacho: 95) mit den LKWs mit.
  • Auf allen besuchten Campingplätzen fehlten andere Vintage Camper. Keine alten Wohnmobile und Wohnwagen weit und breit. Es kann doch nicht sein, dass die alle nur zuhause in der Garage stehen und nicht mehr auf Reise gehen dürfen???
  • Was ist nur mit den italienischen Auto- und Lastwagenfahrern los… sie lieben es, mit einem Meter Abstand auf der Autostrada den Windschatten des Vordermanns zu nutzen. Gibt es in Italien eigenlich keine Abstandsregeln? Oder kontrolliert die nur keiner? Es gibt zwar auch in Deutschland solche Psychopathen, aber nicht ansatzweise in dem Ausmaß, wie wir es in Italien erlebt haben.
Citoen HY, gesehen am Gardasee
Citoen HY, gesehen am Gardasee

Vintage Campers beim Oldtimertreffen in Maxlrain

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Das Oldtimertreffen vor dem Schloss in Maxlrain ist jedes Jahr ein Highlight des Veranstaltungskalenders in Bayern. Dieses Jahr durften sich Teilnehmer und Besucher zudem über wahrhaft königliches Wetter freuen. Gefühlt waren noch nie so viele Autos und Besucher hier zu sehen, was neben dem Wetter wohl auch daran liegt, dass immer mehr Menschen am Thema Oldtimer Gefallen finden… und das nicht nur aus Investmentgründen, denn die überwiegende Mehrzahl der Oldtimer und Youngtimer in Maxlrain waren Fahrzeuge von Enthusiasten, die Spass am Fahren und Schrauben haben und nicht die typischen Modelle der Investorengilde.

Und mir ist ein weiterer Trend aufgefallen… es gab noch nie so viele alte Wohnmobile und Wohnwagen in Maxlrain zu sehen. Das Thema Vintage Campers findet also auch mehr und mehr Freunde. Und die Reaktionen der Besucher zeigen, dass ihnen besondere Aufmerksamkeit zu Teil wird, insbesondere wenn liebvolle Details wie zeitgenössisches Zubehör den Auftritt perfektionieren.  Nachfolgend einige Impressionen dazu…

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BMW 700

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Hymer Mercedes
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VW T1
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Mercedes SLC
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Fiat 900 Weinsberg

Lenkrad und Außenspiegel für Transit Mk1

Unser Transit-Lenkrad leidet – wie viele andere auch – unter Rissen im Kunststoff zwischen Speichen und Nabe. Daher sind wir auf der Suche nach einem guten Ersatz.

Transit Lenkrad

Außerdem suchen wir einen originalen Außenspiegel in schwarz, wie auf dem Prospektfoto unten zu sehen. Es gab zu diesem Zeitpunkt (1977) wohl zwei verschiedene Ausführungen, eine für schmale Modelle (welche wir brauchen) und eine stärker ausgestellte Version für die breiteren Modelle.

Transit Aussenspiegel

Wer diese Ersatzteile im guten Zustand anbieten kann, darf sich gerne melden! 🙂

Prospekt der Westfalia Modelle Chiemsee und Wannsee

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Ford Transit Westfalia Prospekt

Unser Westfalia Wannsee war laut Prospekt gedacht „für das alleinstehende Ehepaar“, während das Modell Chiemsee „Wohn- und Reise-Komfort für die ganze Familie“ bot.

Der entscheidende Unterschied waren Sitzbänke in Längsrichtung beim Wannsee. Dagegen hatte das Modell Chiemsee die Sitzbänke in Querrichtung und dafür zusätzlich ein Bett für zwei Kinder im Obergeschoss auf halber Höhe.

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Die Modelle Chiemsee und Wannsee im Westfalia-Prospekt für den Ford Transit

Beide Modelle gab es alternativ mit dem bei unserem Camper verbauten großen Hubdach (welches zwei weitere Schlafplätze im Dach ermöglichte), einem kleinen Hubdach sowie mit einem festen Polyester-Hochdach wie auf den Prospektfotos (mit dem Vorteil zusätzlicher Staukästen unter dem Dach, welche unserem Wagen fehlen). Die Hubdächer wurden dabei von der Firma Voll aus Würzburg zugeliefert, was durch eine entsprechende Plakette am Dach auch dokumentiert wird.

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Beide Modelle gab es sowohl mit kurzem wie mit langem Radstand. Wir haben den „Kurzen“ FT 100 und müssen daher auf einen 70cm breiten Anbauschrank verzichten, welcher den wesentliche Unterschied zwischen den beiden darstellt.

Ford Transit Mk1 Westfalia Wannsee

Lange genug haben wir nun schon von einem Oldtimer-Wohnmobil geträumt und das Internet durchforstet. Aber die Suche war nicht einfach. Ja, es gibt viele schöne VW Bullis, aber wir wollten etwas weniger naheliegendes, nicht everybody’s darling. Wir konzentrierten unsere Suche daher auf einen Opel Bedford oder Ford Transit, wobei es unbedingt ein Modell aus den 70ern mit Hubdach werden sollte. So klar die Vorstellungen waren, so aussichtslos schien zunächst die Suche nach einem guten Exemplar. In England wurden immer mal wieder von Firmen wie Dormobile umgebaute Modelle angeboten, durchaus schön, aber natürlich mit ungeliebter Rechtslenkung.  Dann aber tauchte auf mobile.de doch noch der „Sechser im Lotto“ auf…. einer der ganz raren Ford Transit Mk 1 Westfalia Wannsee, ein original deutsches Modell, welches Anfang 1978 an die Erstbesitzerin ausgeliefert wurde und sich bis heute samt Originalrechnung und Prospekt in ihrem Besitz befand. Klar, dass da die Kaufentscheidung keine Bedenkzeit mehr brauchte.